Sep 12

2009 habe ich den deutschen Paß bekommen. Es ist mir gleichwohl eine Ehre und eine Verantwortung.

Die Ehre, daß ich Bürger eine großartige Nation geworden bin, die nach einer schwierigen Vergangenheit einer der freiheitlichsten Demokratie der Welt aufgebaut hat.

Die Verantwortung, daß ich an dieser Gesellschaft teilnehmen muß, damit sie besser wird.

Die Wahlen am 27. September ist wichtig für Deutschland, für Europa, für die Welt.

Darum werde ich wählen gehen.

Darum werde ich GRÜN wählen, weil….

…ich es nicht mehr hören kann, daß man die Steuer der Reicheren reduziert, weil sie dadurch mehr Wachstum und somit mehr Arbeitsplätze versprechen. Mit 5 Millionen Arbeitslosen und eine Kluft zwischen Reichsten und Ärmsten, die größer geworden ist, kann man nur sagen, daß diese Politik eine Fehler gewesen ist: die Solidarität hat sich durch die Entlastung der Reicheren aufgelöst.

Deshalb GRÜN, weil endlich Solidarität neu geschrieben werden muß. Weil die Reicheren, die am meisten vom Wachstum der Kapitalmärkte profitiert haben, einen Teil zum Erhalt der Gesellschaft in diesen Krisenzeiten abgeben sollten: 5% der Bevölkerung besitzen 47% des Vermögens. Dies wird erreicht durch die Erhöhung des Spitzensteuersatzes und die Einführung einer zeitlich befristeten, einmaligen Vermögensabgabe nach Artikel 106 des Grundgesetzes. Egal ob es mich auch betrifft. Ich habe auch gut von der Grosszügigkeitdes Staates in der Vergangenheit profitiert.

3 Kommentare to “Ich werde am 27. September GRÜN wählen, weil… Solidarität neu geschrieben werden muss”

  1. Danièle Douet :

    OK. Bist Du für eine Jamaika-Koalition ?

    Weil auf Bundesebene, Rot-Grün keine Mehrheit haben wird.

    Chatzimarkakis hat mal für eine Fusion der Grünen mit der FDP plädiert. Hatte er nicht sehr weit voraus geschaut ?

    http://www.stern.de/politik/deutschland/fdp-vorstand-chatzimarkakis-gruene-und-fdp-vereinigt-euch-597464.html

    Im Saarland laufen zur Zeit Sondierungsgespräche, die Grünen sind das Zünglein an der Waage, die entscheiden werden, ob es eine Rot-Rot-Grüne-Koalition bzw. eine Jamaika-Koaltion geben wird.

    Lafontaine hat eine gräßliche Wahlkampagne gegen die Grünen geführt und an ihrer Stelle würde ich keine Koalition mit ihm eingehen, er ist der perfekte Demagoge.

    Ich bin auf Deine Antwort in bezug auf die Jamaika-Koalition gespannt.

  2. pierre :

    Bravo Florian !

  3. Florian Chiron :

    Hallo Danièle,

    Jamaika ist sicher auf lokaler Ebene eine Option, die unter Umständen gut funktionnieren kann. In Wiesbaden regiert Jamaika derzeit, nicht immer reibungslos, aber relativ gut.

    Rot-Grün ist wg. der Schwäche von der SPD nicht mehr zu realisieren. Rot-rot-grün ist auch auf lokaler Ebene vorstellbar, bzw. in einzelnen Ländern, aber welche ?

    In Saarland war der Wahlkampf sehr hart zw. Linke und Grün, und die sind definitiv nicht meine Freunde. Deswegen ist dort Jamaika eine Option, die man nicht sofort wegschmeissen sollte. Warten wir ab, wo die Grüne ihre Inhalte am besten durchsetzen werden.
    Auf Bundesebene ist es m.E. noch zu früh. Die Grünen haben diese Option für 2009 ausgeschlossen. Was nicht heisst, dass sie in der Zukunft ausgeschlossen sein wird.

    Eines ist klar : man kann von den Grünen nicht verlangen, dass sie Jamaika machen, wenn die FDP nicht offen für Ampel ist. Derzeit ist FDP nur für Koalition mit der CDU offen.

    Eine Fusion zw. FDP und Grünen wäre eine interessante Sache, vor allem wg. der soziologischer Nähe der Wählerschaft. Aber das ist reine Politik-Fiktion !

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